Ein
spezielles Seminar zur Alkoholprävention
Suchterkrankungen,
speziell Alkoholismus ist eine häufige psychische Störung, in vielen Fällen
mit langwierigen und manchmal kaum revidierbaren Folgen. Der Pro-Kopf-Verbrauch
reinen Alkohols betrug in der Bundesrepublik 1994 knapp 12 Liter, die
Erkrankungsrate schätzt man auf 7 bis 10% in der Bundesrepublik, wobei mehr Männer
als Frauen betroffen sind.
In
Betrieben wird die durchschnittliche Erkrankungsrate auf mindestens 5% geschätzt,
wobei hier durch die weiteren Folgen (Krankschreibung, Fehlerrate etc.) für den
Betrieb ein vielfacher Schaden entsteht.
Diese
allgemeine Problematik besteht z. T. im verschärftem Ausmaß in Ausbildungsstätten
mit durch andere Ereignisse (Arbeitslosigkeit) belasteten Menschen.
Dieses
Seminar wendet sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die mit
suchtkranken und/oder -gefährdeten TeilnehmerInnen in ihren Maßnahmen
arbeiten. Es soll versucht werden, ein allgemeines Verständnis von „Sucht“
zu bekommen, Kriterien der Suchtdefinition und Suchtdiagnose zu erarbeiten, um
anschließend mit diesen TeilnehmerInnen besser umgehen zu können.
Im
Verlaufe dieses Seminars besuchen wir zwei Einrichtungen der stationären
Suchttherapie, um vor Ort weitere Einblicke in Diagnose und Therapie der
Suchtkrankheit zu bekommen. Es werden Ableitungen gezogen auf den grundsätzlichen
Umgang mit Suchtstoffen in Betrieben (z.B. Kantine etc.) und ein übergreifendes
Gesamtkonzept entwickelt.
Ein
weiterer wichtiger Baustein des Seminars sind die praktischen Konsequenzen für
das fachlich fundierte Handeln am eigenen Arbeitsplatz. Hier sollen auch eigene
Beispiele aus der eigenen Berufspraxis besprochen werden können, um den
MitarbeiterInnen die Möglichkeit der Reflexion bzw. der Übung im Umgang den
betroffenen Teilnehmern zu geben (incl. Übung in Gesprächsführung).
Adresse und Autor (copyright):
Dr. Günther J. Thomas, Grafenberger Allee 363, 40235 Düsseldorf,
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